Fitzroy-System

Fitzroy-System beim Roulette: Die komplexe Martingale-Variante mit doppelter Strategie

Einleitung: Ein anspruchsvolles Progressionssystem

Das Fitzroy-System ist eine weniger bekannte, aber durchaus interessante Variante der klassischen Martingale-Strategie. Was diese Methode besonders macht: Sie existiert in zwei unterschiedlichen Varianten mit jeweils eigenen Regeln und Zielsetzungen. Während Variante 1 auf einen einfachen Gewinn pro “Angriff” abzielt, verfolgt Variante 2 das ambitionierte Ziel, pro gespieltem Coup eine Einheit zu gewinnen. In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles über beide Fitzroy-Varianten, ihre Funktionsweise und warum auch dieses System die mathematischen Grenzen des Roulette nicht überwinden kann.

Was ist das Fitzroy-System?

Grundcharakteristik

Das Fitzroy-System gehört zur Familie der Progressionssysteme und basiert auf den Prinzipien der Martingale-Strategie. Wie bei allen Martingale-Varianten wird ausschließlich auf einfache Chancen gesetzt:

  • Rot/Schwarz (Rouge/Noir)
  • Gerade/Ungerade (Pair/Impair)
  • Niedrig/Hoch (Manque/Passe: 1-18/19-36)

Das Konzept des “Angriffs”

Ein zentraler Begriff beim Fitzroy-System ist der “Angriff” (auch Serie genannt):

  • Ein Angriff beginnt mit dem ersten Einsatz von 1 Einheit
  • Der Angriff endet, sobald ein positives Saldo erreicht ist
  • Nach erfolgreichem Angriff beginnt eine neue Serie

Die zwei Varianten im Überblick

Variante 1 (Einfaches Fitzroy):

  • Ziel: Positives Saldo erreichen (Höhe egal)
  • Progression: Einsatz steigt nach jedem Coup um 1 Einheit
  • Einfacher zu spielen, aber weniger strukturiert

Variante 2 (Ambitioniertes Fitzroy):

  • Ziel: 1 Einheit Gewinn pro gespieltem Coup
  • Progression: Komplexe Regeln mit Anpassungen
  • Höhere Gewinne, aber deutlich anspruchsvoller
Fitzroy-System

Fitzroy-System Variante 1: Die einfache Version

Spielregeln Schritt für Schritt

Regel 1: Starteinsatz

  • Jeder Angriff beginnt mit 1 Einheit
  • Wählen Sie eine einfache Chance (z.B. Schwarz)

Regel 2: Bei Gewinn im 1. Coup

  • Gewinn einstreichen
  • Neuer Angriff mit 1 Einheit

Regel 3: Bei Verlust im 1. Coup

  • Einsatz auf 2 Einheiten erhöhen
  • Bei Gewinn: Saldo +1 Einheit → Angriff beendet

Regel 4: Kontinuierliche Progression

  • Nach jedem weiteren Coup (egal ob Gewinn oder Verlust): +1 Einheit
  • Diese Regel gilt durchgehend bis zum positiven Saldo

Regel 5: Serienende

  • Sobald das Saldo positiv ist, endet der Angriff
  • Neuer Angriff startet mit 1 Einheit

Praxisbeispiel Variante 1

Szenario: Gemischte Ergebnisse

1. Coup:

  • Einsatz: 1 Einheit (10 €) auf Schwarz
  • Ergebnis: Rot (Verlust)
  • Saldo: -1 Einheit (-10 €)

2. Coup:

  • Einsatz: 2 Einheiten (20 €) auf Schwarz
  • Ergebnis: Rot (Verlust)
  • Saldo: -3 Einheiten (-30 €)

3. Coup:

  • Einsatz: 3 Einheiten (30 €) auf Schwarz
  • Ergebnis: Schwarz (Gewinn) ✓
  • Gewinn: +3 Einheiten
  • Saldo: 0 Einheiten (±0 €)

Wichtig: Bei Saldo 0 ist das Ziel noch nicht erreicht!

4. Coup:

  • Einsatz: 4 Einheiten (40 €) auf Schwarz
  • Ergebnis: Rot (Verlust)
  • Saldo: -4 Einheiten (-40 €)

5. Coup:

  • Einsatz: 5 Einheiten (50 €) auf Schwarz
  • Ergebnis: Schwarz (Gewinn) ✓
  • Gewinn: +5 Einheiten
  • Saldo: +1 Einheit (+10 €)

Serienende: Positives Saldo erreicht!

Analyse:

  • Gesamte Coups: 5
  • Gewonnene Coups: 2 (40%)
  • Verlorene Coups: 3 (60%)
  • Nettogewinn: 1 Einheit (10 €)
  • Maximaler Einsatz: 50 €
  • Gesamter Einsatz: 150 €

Charakteristik Variante 1

Vorteile:

  • Einfach zu verstehen und umzusetzen
  • Klare Regel: Nach jedem Coup +1 Einheit
  • Keine komplizierten Berechnungen nötig
  • Flexibles Gewinnziel

Nachteile:

  • Gewinn pro Serie oft minimal (nur 1 Einheit)
  • Hohes Risiko für geringen Ertrag
  • Bei langen Serien schnell steigende Einsätze
  • Ineffiziente Kapitalnutzung

Fitzroy-System Variante 2: Die ambitionierte Version

Das ehrgeizige Ziel

Kernprinzip: Pro gespieltem Coup soll 1 Einheit Gewinn erzielt werden.

Beispiel:

  • Nach 5 Coups: Zielgewinn = 5 Einheiten (50 € bei 10 € Einheit)
  • Nach 10 Coups: Zielgewinn = 10 Einheiten (100 € bei 10 € Einheit)

Komplexe Spielregeln

Grundregeln:

1. Start wie Variante 1

  • Einsatz: 1 Einheit
  • Bei Gewinn: Angriff beendet (Gewinn = 1 Einheit)

2. Spezielle 2. Coup-Regel

  • Bei Verlust im 1. Coup: Einsatz springt auf 3 Einheiten (nicht 2!)
  • Grund: Bei Gewinn ergibt sich Saldo von +2 Einheiten nach 2 Coups = 1 Einheit/Coup ✓

3. Ab 3. Coup: Grundprogression

  • Einsatz steigt um 1 Einheit pro Coup
  • Ausnahmen wenn Zwischenziel erreicht ist (siehe unten)

4. Dynamische Anpassungen

  • Bei Erreichen eines “Meilensteins”: Einsatz anpassen
  • Ziel: Immer 1 Einheit/Coup Gewinn sicherstellen
  • Komplexe Berechnungen erforderlich

5. Saldoführung ist essentiell

  • Laufende Berechnung aller Gewinne und Verluste
  • Einsatzanpassung basierend auf aktuellem Saldo
  • Ziel: n Coups gespielt = n Einheiten Gewinn

Detailliertes Praxisbeispiel Variante 2

Szenario 1: Schneller Erfolg

1. Coup:

  • Einsatz: 1 Einheit (10 €)
  • Ergebnis: Verlust
  • Saldo: -1 Einheit

2. Coup:

  • Einsatz: 3 Einheiten (30 €) [Spezialregel!]
  • Ergebnis: Gewinn ✓
  • Saldo: +2 Einheiten (+20 €)

Analyse: 2 Coups gespielt, 2 Einheiten Gewinn → Ziel erreicht!


Szenario 2: Komplexe Serie mit Anpassungen

Neue Serie:

1. Coup:

  • Einsatz: 1 Einheit (10 €)
  • Ergebnis: Verlust
  • Saldo: -1 Einheit

2. Coup:

  • Einsatz: 3 Einheiten (30 €)
  • Ergebnis: Verlust
  • Saldo: -4 Einheiten

3. Coup:

  • Einsatz: 4 Einheiten (40 €) [+1 zur Grundprogression]
  • Ergebnis: Gewinn ✓
  • Saldo: 0 Einheiten

Strategische Entscheidung:

  • 3 Coups gespielt → Ziel wäre +3 Einheiten
  • Aktuell: 0 Einheiten
  • Einsatz bleibt bei 4 Einheiten, um aufzuholen

4. Coup:

  • Einsatz: 4 Einheiten (40 €) [unverändert]
  • Ergebnis: Verlust
  • Saldo: -4 Einheiten

5. Coup:

  • Einsatz: 6 Einheiten (60 €)
  • Grund: Fortsetzung der unterbrochenen Progression (wäre in Coup 4 bei 5 gewesen, jetzt 6)
  • Ergebnis: Verlust
  • Saldo: -10 Einheiten

6. Coup:

  • Einsatz: 7 Einheiten (70 €)
  • Ergebnis: Gewinn ✓
  • Saldo: -3 Einheiten

7. Coup:

  • Einsatz: 8 Einheiten (80 €)
  • Ergebnis: Gewinn ✓
  • Saldo: +5 Einheiten

Strategische Anpassung:

  • 7 Coups gespielt → Ziel: +7 Einheiten
  • Aktuell: +5 Einheiten
  • Einsatz wird auf 3 Einheiten reduziert (bei Gewinn wäre Saldo +8)

8. Coup:

  • Einsatz: 3 Einheiten (30 €) [Reduzierung!]
  • Ergebnis: Verlust
  • Saldo: +2 Einheiten

9. Coup:

  • Einsatz: 7 Einheiten (70 €)
  • Grund: Für +9 Einheiten nach 9 Coups benötigt
  • Ergebnis: Gewinn ✓
  • Saldo: +9 Einheiten (+90 €)

Serienende: 9 Coups gespielt, 9 Einheiten gewonnen → Perfektes Ziel erreicht!

Gesamtanalyse:

  • Gesamte Coups: 9
  • Gewonnene Coups: 4 (44,4%)
  • Verlorene Coups: 5 (55,6%)
  • Nettogewinn: 9 Einheiten (90 €)
  • Maximaler Einsatz: 80 €
  • Tiefster Punkt: -10 Einheiten

Die Komplexität von Variante 2

Herausforderungen:

1. Mentale Anforderungen

  • Ständige Saldoberechnung erforderlich
  • Einsatzanpassungen nach komplexen Regeln
  • Hohe Konzentration über lange Serien

2. Progressionsunterbrechungen

  • Bei Erreichen von Zwischenzielen: Einsatz halten oder reduzieren
  • Nach erneutem Verlust: Rückkehr zur “virtuellen” Progression
  • Beispiel: Coup 4 hatte 4 Einheiten, virtuell wären 5 fällig gewesen → bei Coup 5 dann 6 Einheiten

3. Fehleranfälligkeit

  • Falsche Berechnungen führen zu suboptimalem Spiel
  • Unter Stress leicht Fehler möglich
  • Schriftliche Aufzeichnung fast unerlässlich

Vergleich: Variante 1 vs. Variante 2

Übersichtstabelle

KriteriumVariante 1Variante 2
KomplexitätEinfachHoch
GewinnzielPositives Saldo1 Einheit/Coup
Progression 2. Coup2 Einheiten3 Einheiten
EinsatzregelImmer +1Dynamisch angepasst
Mentale BelastungNiedrigHoch
GewinnpotenzialGering (oft 1 Einheit)Höher (n Einheiten)
FehleranfälligkeitNiedrigHoch
Geeignet fürAnfängerErfahrene Spieler

Wann welche Variante?

Variante 1 wählen, wenn:

  • du ein einfaches System bevorzugst
  • Kleinere, schnellere Gewinne akzeptabel sind
  • du ohne Notizen spielen möchtst
  • du Roulette-Anfänger bist

Variante 2 wählen, wenn:

  • du höhere Gewinne pro Serie anstrebst
  • Bereit bist, komplexe Berechnungen durchzuführen
  • du schriftlich dokumentieren kannst
  • du Erfahrung mit Progressionssystemen hast

Einsatzprogression und Risikovergleich

Variante 1: Lineare Progression

Bei 10 aufeinanderfolgenden Verlusten (10 € Einheit):

CoupEinsatzKumulierter Verlust
110 €10 €
220 €30 €
330 €60 €
440 €100 €
550 €150 €
660 €210 €
770 €280 €
880 €360 €
990 €450 €
10100 €550 €

Zum Vergleich:

  • D’Alembert: 550 € Verlust
  • Martingale: 10.230 € Verlust
  • Fitzroy V1: 550 € Verlust (identisch mit D’Alembert)

Variante 2: Beschleunigte Anfangsprogression

Erste 10 Coups (theoretisch, nur Verluste):

CoupEinsatz (vereinfacht)Kumulierter Verlust
110 €10 €
230 €40 €
340 €80 €
4-10Je +10 €~580 €

Variante 2 ist riskanter:

  • Höherer Einsatz in Coup 2 (30 € statt 20 €)
  • Komplexe Anpassungen können zu höheren Einsätzen führen
  • Potenziell schnellerer Kapitalverlust

Die mathematische Wahrheit: Warum Fitzroy nicht funktioniert

Das fundamentale Problem

Unüberwindbare Tatsachen:

  1. Der Hausvorteil bleibt bestehen
    • Französisches Roulette: 2,7%
    • Jeder Spin hat negativen Erwartungswert: -2,7%
    • Kein Progressionssystem kann dies ändern
  2. Keine echte 50:50-Chance
    • Rot/Schwarz: 48,65% (nicht 50%)
    • Die Null verschiebt das Gleichgewicht zugunsten des Casinos
    • Langfristiger Ausgleich funktioniert nicht wie erhofft
  3. Erwartungswert pro Spin
    • Bei 10 € Einsatz: -0,27 € erwarteter Verlust
    • Bei durchschnittlich 40 € Einsatz (Fitzroy): -1,08 € pro Spin
    • Je mehr Sie einsetzen, desto mehr verlieren Sie langfristig

Langfristige Simulation

10.000 Spins mit Fitzroy Variante 2:

  • Erwarteter Gesamtverlust: ~2,7% aller platzierten Einsätze
  • Bei durchschnittlich 50.000 € Gesamteinsatz: -1.350 € Erwartungswert
  • Kurzfristige Gewinnserien: Möglich
  • Langfristige Profitabilität: Mathematisch unmöglich

Das Risiko katastrophaler Serien

Wahrscheinlichkeit langer Verlustserien:

  • 10 Verluste in Folge: ~0,13% (etwa 1 von 769 Serien)
  • 15 Verluste in Folge: ~0,02% (etwa 1 von 5.000 Serien)
  • Bei intensivem Spiel über Stunden: Sehr wahrscheinlich

Konsequenzen:

  • Variante 1: Nach 15 Verlusten: 1.200 € Verlust
  • Variante 2: Noch höhere Verluste durch beschleunigte Progression
  • Risiko eines Totalverlusts real und signifikant

Fitzroy vs. andere Progressionssysteme

Vergleichstabelle

SystemProgressionMax. Verlust (10 Coups)KomplexitätGewinnpotenzial/Serie
MartingaleExponentiell10.230 €Sehr einfach1 Einheit
D’AlembertLinear550 €EinfachVariable
Fitzroy V1Linear550 €Mittel1 Einheit
Fitzroy V2Beschleunigt580-700 €Hochn Einheiten

Positionierung des Fitzroy-Systems

Vorteile gegenüber Martingale: ✓ Deutlich moderatere Progression ✓ Tischlimits seltener erreicht ✓ Geringeres Katastrophenrisiko ✓ Variante 2: Höhere Gewinne pro Serie

Nachteile gegenüber D’Alembert: ✗ Komplexer zu spielen (besonders Variante 2) ✗ Variante 2: Potenziell höheres Risiko ✗ Fehleranfälliger durch komplexe Regeln ✗ Variante 1: Ähnliches Ergebnis wie D’Alembert, aber komplizierter

Fazit der Positionierung: Das Fitzroy-System bietet keine mathematischen Vorteile gegenüber einfacheren Systemen wie D’Alembert, ist aber deutlich komplizierter.

Praktische Anwendungstipps für Fitzroy-Spieler

Money Management

1. Bankroll-Anforderungen

Für Variante 1:

  • Mindestens 60-80 Einheiten
  • Beispiel: Bei 10 € Einheit → 600-800 € Bankroll
  • Sicherheitspuffer für längere Serien

Für Variante 2:

  • Mindestens 80-100 Einheiten
  • Beispiel: Bei 10 € Einheit → 800-1.000 € Bankroll
  • Höherer Puffer wegen beschleunigter Progression

2. Einheitengröße

  • Maximal 1% der Gesamt-Bankroll
  • Beispiel: 1.000 € Bankroll → 10 € Einheit
  • Konservativ: 0,5-0,75%

3. Session-Limits

Verlustlimit:

  • Variante 1: Maximal 40% der Bankroll
  • Variante 2: Maximal 30% der Bankroll (höheres Risiko)

Gewinnziel:

  • Variante 1: 20-30% der Bankroll
  • Variante 2: 30-50% der Bankroll (höheres Potenzial)

Zeitlimit:

  • Maximal 2-3 Stunden pro Session
  • Bei Variante 2: Regelmäßige Pausen wegen Konzentration

Spielstrategien

1. Wahl der Variante

  • Anfänger: Nur Variante 1
  • Erfahrene Spieler: Variante 2 möglich
  • Bei Stress/Müdigkeit: Immer Variante 1

2. Dokumentation (besonders Variante 2)

  • Pflicht: Schriftliche Aufzeichnung
  • Notieren: Coup-Nummer, Einsatz, Ergebnis, Saldo
  • Verwenden Sie ein Notizbuch oder Smartphone-App

Beispiel-Tabelle:

Coup | Einsatz | Ergebnis | Saldo
1    | 1E      | V        | -1E
2    | 3E      | G        | +2E

3. Tischauswahl

  • Immer französisches Roulette (2,7% Hausvorteil)
  • Tische mit hohen Limits (für Sicherheit)
  • “En Prison”-Regel bevorzugen

4. Konzentration bewahren

  • Bei Variante 2: Volle Konzentration erforderlich
  • Alkohol vermeiden
  • Ablenkungen minimieren
  • Bei Unsicherheit: Pause oder Abbruch

Wann aufhören?

Sofortiger Abbruch bei:

  • Erreichen des Verlustlimits
  • Erreichen des Gewinnziels
  • Konzentrationsverlust (besonders Variante 2)
  • Emotionaler Frustration
  • Rechenfehlern bei Variante 2

Pause einlegen bei:

  • 3 aufeinanderfolgenden verlorenen Angriffen
  • Einsatz über 10 Einheiten
  • Müdigkeit oder Verwirrung
  • Nach 1-2 Stunden Spiel

Die Wahrheit über Fitzroy: Ehrliche Bewertung

Was Fitzroy bietet

Positive Aspekte: ✓ Moderatere Progression als Martingale ✓ Variante 2: Strukturiertes Gewinnziel ✓ Variante 1: Relativ einfach zu spielen ✓ Psychologisch befriedigender als reines Flat Betting ✓ Klare Serienenden mit positivem Saldo

Realistische Erwartungen:

  • Kurzfristige Gewinne: Möglich
  • Unterhaltungswert: Hoch (besonders Variante 2)
  • Langfristige Profitabilität: Unmöglich

Was Fitzroy NICHT bietet

Illusionen aufklären: ✗ Keine Überwindung des Hausvorteils ✗ Keine Gewinngarantie ✗ Kein mathematischer Vorteil ✗ Keine “sichere” Methode ✗ Langfristig: Verlust entsprechend 2,7% der Einsätze

Vergleich mit der Realität

Nach 100 erfolgreichen Serien (Variante 2):

  • Theoretischer Gewinn: Variable (durchschnittlich vielleicht 500-800 €)
  • Reale Erfahrung: Wahrscheinlich 0 bis +200 €
  • Risiko katastrophaler Serie dazwischen: Hoch
  • Erwartungswert: Negativ

Für wen ist das Fitzroy-System geeignet?

Ideale Spielerprofile

Variante 1 eignet sich für:

  • Spieler, die D’Alembert zu langweilig finden
  • Roulette-Enthusiasten mit moderater Risikobereitschaft
  • Spieler, die klare Serienstrukturen mögen
  • Unterhaltungsspieler mit Verständnis der Risiken

Variante 2 eignet sich für:

  • Erfahrene Progressionssystem-Spieler
  • Mathematisch versierte Personen
  • Spieler mit hoher Konzentrationsfähigkeit
  • Diejenigen, die höhere Gewinne pro Serie anstreben

Für wen ist Fitzroy NICHT geeignet?

Absolut ungeeignet für: ✗ Anfänger im Roulette (besonders Variante 2) ✗ Spieler mit Suchttendenzen ✗ Personen, die schnelle Gewinne erwarten ✗ Menschen mit begrenzter Bankroll (<500 €) ✗ Spieler, die unter Stress schlecht rechnen ✗ Alle, die Roulette als Einkommensquelle sehen

Martingale-Strategie

Alternative Strategien

Wenn Fitzroy zu komplex ist

1. D’Alembert-System

  • Ähnliches Risikoprofil wie Fitzroy V1
  • Deutlich einfacher
  • Gleiche Progression bei Verlusten

2. Flat Betting

  • Konstanter Einsatz
  • Keine Progression
  • Volle Kontrolle, minimale Komplexität

3. Labouchère-System

  • Flexible Gewinnziele
  • Strukturierte Progression
  • Mittlere Komplexität

Wenn Sie höhere Gewinne suchen

Realität-Check: Kein System kann langfristig den Hausvorteil überwinden. Höhere Gewinne = höheres Risiko = schnellerer potenzieller Totalverlust.

Alternativen:

  • Größere Einheiten (höheres Risiko!)
  • Längere Spielsessions (mehr Varianz)
  • Beste Option: Roulette als Unterhaltung betrachten, nicht als Gewinnquelle

Fazit: Fitzroy – Komplexität ohne zusätzlichen Nutzen?

Die ehrliche Zusammenfassung

Das Fitzroy-System ist ein interessantes Progressionssystem mit zwei Varianten, die unterschiedliche Ansätze verfolgen:

Variante 1:

  • Ähnlich wie D’Alembert, aber mit eigener Systematik
  • Einfacher als Variante 2, aber komplizierter als D’Alembert
  • Fazit: Kein wirklicher Vorteil gegenüber einfacheren Systemen

Variante 2:

  • Ambitioniertes Ziel: 1 Einheit Gewinn pro Coup
  • Hohe Komplexität und Fehleranfälligkeit
  • Höhere Gewinne pro Serie, aber auch höheres Risiko
  • Fazit: Interessant für Enthusiasten, aber mathematisch nicht überlegen

Die fundamentale Wahrheit

Wie alle Martingale-Varianten kann auch das Fitzroy-System den mathematischen Hausvorteil nicht überwinden. Die Progression ist zwar deutlich moderater als bei der klassischen Martingale, aber:

  • Der Hausvorteil von 2,7% bleibt bestehen
  • Langfristig konvergiert das Ergebnis gegen Verlust
  • Das Risiko eines Totalverlusts existiert
  • Kein Wettsystem kann Wahrscheinlichkeiten ändern

Die finale Empfehlung

Für Unterhaltungsspieler: Wenn Sie das Fitzroy-System ausprobieren möchten:

  • Wählen Sie Variante 1 (einfacher, weniger fehleranfällig)
  • Setzen Sie strikte Limits
  • Führen Sie schriftliche Aufzeichnungen (besonders bei Variante 2)
  • Betrachten Sie Verluste als Preis für Unterhaltung
  • Spielen Sie nur mit Geld, das Sie sich leisten können zu verlieren

Für gewinnorientierte Spieler: Das Fitzroy-System bietet keine realistische Gewinnmöglichkeit. Die zusätzliche Komplexität (besonders bei Variante 2) steht in keinem Verhältnis zu den nicht existierenden mathematischen Vorteilen.

Abschlusswort

Das Fitzroy-System ist ein faszinierendes Beispiel für die Kreativität von Roulette-Enthusiasten. Variante 2 mit ihrem ambitionierten Ziel von 1 Einheit pro Coup ist intellektuell reizvoll, aber praktisch nicht nachhaltig profitabel.

Wenn Sie Progressionssysteme mögen, bleiben Sie bei D’Alembert (einfacher, gleiche Risiko-Struktur) oder probieren Sie Fitzroy nur zur Unterhaltung mit vollem Verständnis der Risiken.

Die mathematische Wahrheit bleibt unveränderlich: Das Haus gewinnt langfristig immer – egal wie komplex Ihr System ist.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Fitzroy Variante 1 und 2? Variante 1 zielt auf ein einfaches positives Saldo ab (Gewinnhöhe egal), während Variante 2 das ambitionierte Ziel verfolgt, pro gespieltem Coup 1 Einheit zu gewinnen. Variante 2 ist deutlich komplexer und riskanter.

Ist Fitzroy besser als Martingale? Ja, hinsichtlich Risikomanagement. Die Progression ist linear statt exponentiell, was zu deutlich geringeren Einsatzsteigerungen führt. Nach 10 Verlusten: Fitzroy ~550 € vs. Martingale ~10.230 € Verlust.

Wie viel Startkapital brauche ich für Fitzroy? Für Variante 1 mindestens 60-80 Einheiten (600-800 € bei 10 € Einheit), für Variante 2 mindestens 80-100 Einheiten (800-1.000 € bei 10 € Einheit) als Sicherheitspuffer.

Kann ich mit Fitzroy langfristig Geld verdienen? Nein. Der mathematische Hausvorteil von 2,7% bleibt bei jedem System bestehen. Langfristig verlieren Spieler etwa 2,7% aller platzierten Einsätze, unabhängig vom Wettsystem.

Welche Fitzroy-Variante sollte ich wählen? Anfänger sollten ausschließlich Variante 1 spielen. Variante 2 ist nur für erfahrene Spieler mit hoher Konzentrationsfähigkeit und Bereitschaft zu schriftlicher Dokumentation geeignet.

Ist das Fitzroy-System legal? Ja, beide Varianten des Fitzroy-Systems sind völlig legal. Casinos erlauben Progressionssysteme, da sie mathematisch keinen Vorteil verschaffen und langfristig zugunsten des Hauses wirken.

Warum ist Variante 2 so kompliziert? Variante 2 passt Einsätze dynamisch an, um das Ziel von 1 Einheit Gewinn pro Coup zu erreichen. Dies erfordert ständige Saldoberechnungen und komplexe Einsatzanpassungen, die leicht zu Fehlern führen können.

Was passiert bei langen Verlustserien? Bei 15 aufeinanderfolgenden Verlusten häuft sich ein Verlust von etwa 1.200 € an (bei 10 € Einheit). Die meisten Spieler können solche Serien nicht durchstehen, was zum vorzeitigen Abbruch mit großem Verlust führt.

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